ToDo


Stand: August 2020
Das Buch ist noch nicht fertig.  Wichtige Kapitel sind noch zu schreiben. Die Diskussion über die Kantische Philosophie und die moderne Naturwissenschaft wurde im Leipziger Kreis um Werner Heisenberg 1930-1932  geführt. Heisenberg hat sie in seinem Buch Der Teil und das Ganze 1996  aufgeschrieben. Andere haben die Diskussion weitergeführt und den Dualismus von "a priori" und "a posteriori" in einer neuen Erkenntnistheorie überwunden. Im Rahmen der Quantenphysik wurde der Gedanke des wissenschaftlichen Erkenntnisprinzips bezüglich der Wahrheit noch weiter geführt. Die Weiterentwicklungen sollten mindestens besprochen werden. 

Karl Jaspers hat 1958 seine Trilogie Die Atombombe und die Zukunft des Mensch-en geschrieben. Darin formulierte er die Prinzipien eines politischen Weltfriedens-zustandes. Seitdem wurde nichts mehr darüber veröffentlicht. Aber das Thema sollte angepackt werden, denn die Großmächte suchen seit den 1960er Jahren nach Auswegen aus dem atomaren Patt. Sie spekulieren seit etwa 20 Jahren über "saubere" Atomwaffen, sogenannte "Mini-Nukes", auf der Grundlage von Thorium. Dass es solche Pläne gibt, ist bekannt, nur ist ihr Inhalt geheim. Aber ist unter heutigen Bedingungen ein atomarer "Mini-Erstschlag" wirklich eine Option für den Angreifer selber oder handelt es sich nur um Rhetorik, mit der ganz andere Zwecke verfolgt werden? Und warum besteht dann noch immer ein  Streit über die nukleare Abrüstung?
Wenn es um lichtscheue Politik geht, gibt es kein besseres Lehrbuch als "SECRETS. A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers" von Daniel Ellsberg (erschienen 2003 bei Penguin Books). Die Vorschriften für vertraulich, geheim und streng geheim klassifizierte Dokumente, so lautet Ellsbergs späte Erkenntnis,  stellen ein Verwaltungssystem dar, in dem Mitarbeiter der Exekutive, die Geheimhaltungseide oder -vereinbarungen unter-zeichnet haben, mit verwaltungsrechtlichen Sanktionen für nicht autorisierte Veröffent-lichungen belangt werden, die vom Verlust des Zugangs zu solchen Informationen bis zur Entlassung reichen. Aber für dieses System gibt es keine gesetzliche Grundlage, weil es seit dem zweiten Weltkrieg durch eine Reihe von Präsidentenverfügungen am Kongress vorbei geschaffen wurde: eine bis heute fortdauernde Untergrabung der amerikanischen Verfassung. Die Jüngeren kennen das Buch nicht, aber gerade jetzt machen gewisse Entwicklungen bei den Großmächten es wieder hoch aktuell. Ein Buch wie Ellsbergs SECRETS hat zu viele Facetten und ist zu wichtig, als dass eine Besprechung angemessen wäre. Darum habe ich darüber einen längeren Essay begonnen. 
Eine weitere Variante der lichtscheuen Politik ist die "Digitale  Diktatur". Es ist nicht nur die Volksrepublik China,  die im Jahr 2020 mit 600 Millionen Überwachungskameras, das ent-spricht 1 Kamera für 2 Bürger, die totale Überwachung durchgesetzt hat. Die Software zur Gesichtserkennung ist nach Ansicht von Experten fehlerbehaftet. Darüber hinaus beste-hen auf  transnationaler Ebene Pläne zur Überwachung von 7 Milliarden Menschen. Sie  reichen zurück bis in die 1980er Jahre, bis zu den Anfängen der künstlichen Intelligenz.  Schon 2019 hat sich dagegen Protest erhoben: San Francisco, die Wiege der digitalen Revolution und die Hauptstadt des Silicon Valley, hat eine radikale Entscheidung getroffen und die Gesichtserkennung auf ihrem Territorium abgeschafft. Oakland und Berkeley (Ka-lifornien), Somerville (Massachusetts) und einige weitere amerikanische Städte sind dem Beispiel gefolgt: sie erinnern daran, dass Nazi-Deutschland die Hollerith-Maschinen von der amerikanischen IBM gekauft und dann zur Ausrottung seiner Feinde benutzt hatte. Die Amerikaner wollen eine solche Technologie, die heute viel mächtiger ist, als sie in den 1930er Jahren war, nicht gegen die eigene Bevölkerung einsetzen und verweisen statt-dessen auf die gute Polizeiarbeit und die niedrigen Kriminalitätsraten in ihren Gebieten. Der ganze Fragenkomplex sollte aufgearbeitet werden.



Den Lesern wird nicht entgangen sein, dass es sich hier um eine deutsche Form des amerikanischen LeanPub handelt. Ihr wesentliches Merkmal ist die Fortsetzungsliteratur, von Charles Dickens im 19. Jahrhundert erfunden und durch die heutige Informationstechnik dergestalt ergänzt, dass Leser schon während der Entstehung eines Buches die Möglichkeit haben, darauf Einfluss zu nehmen.